Lernorte der Zukunft
Letzte Aktualisierung: 29.09.2010
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Lernorte der Zukunft

"Die Kultur ist Geschwätz, die Politik ist Geschwätz, die Theorie , die Konzepte, die Kunst - alles Geschwätz. Nur eines zählt: Wenn eine Gruppe von Menschen gemeinsam ein Klima herstellt, das erlaubt, die Probleme im Leben zu erkennen und zu ertragen, ihnen zu trotzen, wenn sie dabei alle ein bisschen erwachsener werden, dann ist das ein Gewinn."
Peter Brook

Der 1968 von dem italienischen Industriellen Aurelio Peccei gegründete Club of Rome veröffentlichte 1979, also vor 30 Jahren, ihren Bericht: "Zukunftschance LERNEN" (1979, Wien - Zürich - Innsbruck).

Dort bezeichnen sie als "menschliches Dilemma" die fortschreitende Kluft zwischen der zunehmenden Komplexität unserer Welt und der Fähigkeiten des Menschen, diese Komplexität noch zu verstehen, geschweige denn bewusst und gezielt zu steuern. Und sie legen dar, dass die mit dieser Unsteuerbarkeit der globalen Verhältnisse verbundenen Risiken und Gefahren eine Dimension erricht haben, die das ganze Leben auf der Erde gefährden könnte.

Das tragisch-komische daran ist, das diese Komplexität das Ergebnis der einzigartigen Lern- und Wissensentwicklung des Menschen ist, der dieses Wissen zur erfolgreichen Sicherung und Steigerung seiner Lebensverhältnisse erworben hat.

Die mit diesem Wissen erreichte Komplexität ist mit den herkömmlichen Lern- und Wissensformen nicht mehr zu beherrschen (siehe Bankenkrise, Klimawandel, Erderwärmung, Energiebedarf, weltweite Mobilität, Palästina-Konflikt, Jugoslawien-Konflikt, Schwellenländer).

Und der Bericht zeigt dann auf, das das bisherige schulische Lernen mit dafür verantwortlich ist, das dies Dilemma besteht.

Unser traditionelles schulisches Lernen besteht aus tradierten Wissenserwerb, der brauchbar ist in einer sich langsam ändernden Welt, der aber völlig versagt in einer Welt, die in immer schnelleren Zeitabläufen bestehendes Wissen veralten lässt. Für die Komplexität unserer Zeit ist ein neuer Typ von Lernen notwendig, den sie innovatives Lernen nennen: Lernen, das u.a. auf Antizipation und Partizipation gerichtet ist.

Antizipatorisches Lernen "berücksichtigt Trends, plant und erwägt künftige Konsequenzen und mögliche negative Nebenwirkungen gegenwwärtiger Entscheidungen und erkennt die globalen Implikationen lokaler, nationaler und regionaler Aktionen an." (p. 35) Und partizipatives Lernen "ist mehr als die formale Beteiligung an Entscheidungen, sie ist eine Haltung, die durch Kooperation, Dialoge und Empathie gekennzeichnet ist. Sie bedeutet, die Kommunikation lebendig zu erhalten, die Normen und Werte ständig zu überprüfen und dabei diejenigen beizubehalten, die relevant sind, und auf diejenigen zu verzichten, die irrelevant sind." (p. 36)

Auf dieser internet-Seite (www.lernorte-der-zukunft.de) stellen wir Methoden, Schulen und Institutionen vor, die diesem Anspruch entsprechen und innovatives Lernen praktizieren.

Und das das schon mit Kindern der ersten Klasse geht, zeigen die hier aufgeführten Beispiele.

Jörg Streese


Did You Know 2.0 (YouTube)  
Grundschule Fuldatal-Simmershausen
basic: Lernwerkstätten
basic: Ideenwerkstätten
basic: Integratives Lernen und Arbeiten
basic: Altersübergreifendes Lernen und Arbeiten
basic: Selbstentdeckendes Lernen
basic: Partizipation in der Schule